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Arendonk, Antwerpen

Arendonk – Die Tellerlecker (Telouwerele’ers)

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In der Grenzgemeinde Arendonk erzählt man sich noch heute einen alten Spottnamen. Was einst Hohn der Nachbarn war, wurde zu einem bronzenen Zeichen lokaler Identität.

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1 Der Ursprung des Spottnamens

Früher gaben sich die Dorfbewohner gegenseitig Beinamen — manchmal freundlich, oft spöttisch. Jede Gegend kannte ihre eigenen Namen für die Menschen im Nachbardorf.

In Arendonk entstand so das bildhafte Wort „teljoorlekkers“, im Dialekt kräftig ausgesprochen als „Telouwerele’ers“. Die Nachbarn meinten, die Arendonker seien so sparsam und hätten so wenig, dass sie ihre Teller bis auf den letzten Krümel ableckten. So wurde der „Tellerlecker“ zum Sinnbild von Armut und Genügsamkeit.

2 Das Standbild des Teljoorlekkers

Am 7. Mai 2000 erhielt der Name eine sichtbare Gestalt. Im Schatten der Toremansmolen, am Eingang des Heemhauses in Arendonk, wurde eine Bronzestatue enthüllt.

Sie zeigt einen anonymen Arendonker, der seinen Teller sorgfältig ableckt — eine augenzwinkernde Hommage an den Telouwerele’er. Das Werk dient als kulturelle Attraktion und erinnert an Dialekt und Geschichte der Region.

3 Dialekt und Gemeinschaft

Der Spitzname lebt bis heute in Erzählungen und Gesprächen weiter. „Teljoorlekker“ ist längst mehr als ein Schimpfwort; er ist Teil des lokalen Erbes.

Er erinnert an harte Zeiten, an Bescheidenheit und Sparsamkeit, aber auch an den vertrauten Humor, der Dorfgemeinschaften seit jeher prägt.

Quelle: Volksüberlieferung
Wusstest du? Der Spitzname „Telouwerele’er“ ist schwer auszusprechen für Nicht-Dialektsprecher.
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